Montag, 20. Mai 2013

Der Fliegennebel

NGC 1931 oder auch Sharpless 237 ist ein kleiner Emissionsnebel im Sternbild Fuhrmann. Er hat eine Winkelausdehnung von lediglich 3'x3' und wird auch als "Miniaturversion des Orionnebels" bezeichnet, da er einige Eigenschaften mit diesem teilt (von Größe und Helligkeit einmal abgesehen). Eingebettet in den Nebel ist ein offener Sternhaufen aus jungen Sternen. Neben dem Emissionsanteil befinden sich auch Anteile reflektierten Lichts. Das Objekt ist etwa 7.000 Lichtjahre von uns entfernt. 

Der Name Fliegennebel rührt wohl von der Anmutung her, die der kleine Nebel neben dem sehr viel größeren IC 417 macht. Beide gemeinsam können mit etwas Phantasie als lauernde Spinne und kleine Fliege gesehen werden. (Siehe z.B. http://apod.nasa.gov/apod/ap061027.html)


Die Aufnahme entstand gemeinsam mit Stephan Studer während zweier Nächte im vergangenen Winter (Januar und Februar 2013). Stephan hatte das mir bis dahin unbekannte Objekt ausgesucht. Bevor es losgehen konnte, mussten wir erst kubikmeterweise Schnee wegschaufeln um bis zur Ostkuppel vordringen zu können.

Das Bild ist eine Kombination aus H-Alpha (ST10, 13x15min) und RGB (DSLR, 6x20min + 1x15min + 1x10min + 1x5min). Die RGB-Aufnahmen waren unser erster Versuch, in der Ostkuppel mit DSLR und Paracorr-Korrektor zu fotographieren. Wir hatten dabei schwere Guiding-Probleme, so dass die DSLR-Aufnahmen alleine, wegen stark verzogener Sterne unbrauchbar waren. Zur Farbgebung für die monochrome H-Alpha Aufnahme konnten sie nach einiger Bastelei jedoch noch herangezogen werden.

Leo Bette

Mittwoch, 15. Mai 2013

Sonne im neuen Ha-Teleskop

Hier eine Aufnahme der Sonne vom 14.Mai, gemacht mit dem neuen 80mm APO der Sternfreunde und dem 0.7 Angström Ha-Filter...


Freitag, 3. Mai 2013

Partielle Mondfinsternis am 25.4.2013

Etwa alle 45 Sek. wurde ein Bild aufgenommen und mit Startrails zu einem Video verbastelt.
Der Film deckt den Zeitraum von 21.41 Uhr bis 22.09 Uhr ab, der Zeitpunkt der maximalen Verdunkelung (um 22.07 Uhr) ist also enthalten.


Aufgenommen mit einer 500 mm Russentonne von Freiburg aus.

Stephan Studer

Mittwoch, 1. Mai 2013

Saturn am 25. April 2013





Donnerstag Abend bin ich eigentlich wegen der partiellen Mondfinsternis auf den Schauinsland gefahren, die spielte sich aber gösstenteils, vom C14 aus gesehen, hinter den Bäumen ab. Der Himmel war klar und das Seeing ganz passabel. Fünf Grad nordöstlich des Mondes aber befand sich Saturn, drei Tage vor seiner Oppositionsposition. Trotz der geringen Distanz zum Vollmond war er gut aufzunehmen, die Cassiniteilung und die Monde Dione, Rhea und Tethys waren schon auf dem Monitor sichtbar. Die beiden Anderen, Enceladus und Mimas, tauchten zu meiner Freude nach dem Stacken und Schärfen der Bilder auf. Ich finde dass die Perspektive, die Saturn uns im Moment zeigt, einen wunderbaren räumlichen Eindruck des ganzen Systems bietet.

L-RGB, aufgenommen mit dem C14 und einer SW-modifzierten ToYouCam. Bearbeitet mit Registax und Fitswork. 

Peter Dietrich

Freitag, 5. April 2013

Schon lange habe ich auf die Gelegenheit gewartet das neue Sonnenteleskop einmal fotografisch auszuprobieren. Anfang April war es dann so weit. Immer wieder flogen Wolken ins Bild, aber die Wolkenlücken waren schließlich groß genug, dass ein paar Aufnahmen zu Stande kamen. In den Tagen zuvor war auf der Sonne wenig los gewesen. Zum Glück war am Aufnahmetag aber in Punkto Protuberanzen einiges geboten.

Stephan Studer



aufgenommen mit dmk, am 1.4.2013

aufgenommen mit dmk, 1.4.2013



Freitag, 29. März 2013

Rosettennebel

Wie bereits im Kurzvortrag auf dem letzten Sternfreundeabend beschrieben, sind auf der Sternwarte in den letzten Monaten einige Aufnahmen des Rosettennebels entstanden. Im Folgenden möchte ich die bisherigen Bearbeitungen meiner Aufnahmen zeigen.

Meine Bilder setzen sich aus folgenden Belichtungszeiten zusammen: (insgesamt 5 Nächte)
150min mit einem 300mm Teleobjektiv und DSLR
5h mit der AK und DSLR (1000mm)
90min mit der ST-10, 12nm H-Alpha-Filter am Ostkuppel-Newton mit 1300mm (Keller-Korrektor)
100min mit der ST-10, 12nm H-Alpha-Filter am Ostkuppel-Newton mit 2000mm (Paracorr)

Die Bilder beinhalten jeweils Daten aus mehreren dieser Brennweiten. Ich habe versucht, die Aufnahmen gewinnbringend miteinander zu kombinieren, zum Einen um die H-Alpha-Bilder mit Farbe zu versehen, zum anderen um das Signal-Rausch-Verhältnis zu verbessern.


Brennweite 300mm

Brennweite 1000mm
Brennweite 1300mm


Brennweite 2000mm




Und hier als Nachtrag noch zwei Neubearbeitungen mit mehr Farbe: (April 2013)




Dienstag, 5. März 2013

Jupiter in Farbe am 3. März 2013


Am Abend des 3. März war die Atmosphäre überraschend ruhig und so entschloss ich mich, Jupiter aufzunehmen. Der zeigte sich leider von seiner langweiligen Seite: Der Große Rote Fleck auf der Rückseite, kein Mond oder Mondschatten vor der Scheibe, keine spektakulärer Wolkenwirbel. Na ja. Da ich genug Zeit hatte, wurden diesmal mit der DMK31 Filme mit RGB-Filtersatz aufgenommen und die aus RegiStax6 resultierenden Farbauszüge zu einem Farbbild kombiniert. Dabei stellte sich heraus, dass das Ergebnis etwas besser ausfällt, wenn man die Kombination zum Farbbild mit Photoshop oder Gimp selbst vornimmt anstelle auf die automatisierte Kombination von RegiStax zu vertrauen.Bei genauem Hinsehen sind an einzelnen Stellen kleine Farbverschiebungen erkennbar, die durch die schnelle Rotation des Planeten während der Aufnahme entstehen. Es gibt zwar die Möglichkeit der "Derotation", um diesen Effekt zu kompensieren, aber ich habe leider noch nicht verstanden, wie das technisch geht. 10" SCT mit DMK31+Astronomik RGB-Filter, 19.58 UT (ZM I: 342 Grad, ZM II: 336 Grad), Norden oben, Osten links.

Der Abend wurde noch mit der Beobachtung einiger Doppelsterne und Nebel abgerundet. Für die Trennung von Sirius war das Seeing in Horizontnähe dann doch zu schlecht.

Martin Federspiel