Donnerstag, 25. Oktober 2012

Mondmosaik am 24.10.2012 mit DSLR


Eine Lücke im Hochnebel bot Gelegenheit, den zu drei Vierteln vollen Mond aufzunehmen. Diesmal nicht mit einer Video-Kamera und anschließender Bearbeitung des Videos mit AviStack, sondern mit einer DSLR-Kamera. Aufhänger war, dass ich gerade die Canon 60Da ausprobiere. Das schwenkbare Display mit Live-View ist ein Segen. Obwohl das Fernrohr nach oben gerichtet ist, lässt sich das Display so positionieren, dass es ganz bequem sichtbar ist. So macht das präzise Fokussieren Spaß! Die Bildbewegung war erheblich, das Bild jedoch meistens relativ scharf. So habe ich mit dem 10"-Meade SCT bei 2,5 m Brennweite eine Serie von Einzelbildern aufgenommen und die zentralen Bildteile zu einem Mosaik des ganzen Mondes zusammen gesetzt. Bildbearbeitung: Wavelets (AviStack), Gamma-Kurve.

Klar, aus 1000 Bildern eines Videos kann man mit AviStack noch viel mehr an Details rausholen, aber der komplette Mond ist so mit einer DSLR-Kamera mit weniger Mühe auch schon sehr schön aufzunehmen - das Originalergebnis gibt noch erheblich mehr her, als in der Blog-Veröffentlichung zu erahnen ist.

Martin Federspiel

Montag, 15. Oktober 2012

Messier 101 und Umgebung


Entstanden im Juni und Juli 2012 auf der Schauinslandsternwarte
3x240sec + 8x120sec mit C14 Hyperstar
2x300sec + 4x600sec mit AK1
EOS1000Da mit IDAS LPS V2

Links oben ist die Galaxie NGC5474 zu sehen, rechts unten NGC5422 und im rechten oberen Viertel noch ein paar weitere Galaxien (NGC5473, 5484, 5485, 5486).

Samstag, 29. September 2012

Streichaktion, die erste

es ist bereits wieder ein paar Wochen her, dass Leo und ich uns bei sommerlichem Wetter auf der Sternwarte getroffen haben, um den Kuppeln und dem Gerüst darunter eine neue Schicht Farbe zu verpassen. Wie erwartet haben wir zu zweit nur etwa die Hälfte (nämlich die Ostkuppel und die Balken darunter) geschafft.
Wir können bestätigen, dass die Farbe gut hält und sich gegenüber Wasser und Seife als recht resistent erweist!

in Aktion

Ein paar neugierige Zaungäste schauten auch vorbei:


Da der Himmel vielversprechend war, blieben wir gleich da und konnten uns noch mit einem Bild von NGC6888 belohnen.


Stephan Studer

Montag, 17. September 2012

Jupiteranmimation vom 16. September 2012

Wieder hat mich das schöne Wetter früh am Sonntag Morgen aus dem Bett geholt, um den hoch im Meridian stehenden Jupiter zu beobachten und aufzunehmen. Ich sollte nicht enttäuscht werden, das Seeing war recht ordentlich und die schöne Morgenstimmung tat ein Übriges.

Wie schon eine Woche zuvor tauchte am östlichen Jupiterrand gerade wieder der Große Rote Fleck auf. Diesmal stand nicht der Mond Europa in der Nähe, dafür aber sein Schatten (Europa ist der Mond weiter östlich noch ein Stück außerhalb des Jupiterscheibchens, Io hatte seinen Durchgang hinter sich und stand auf der westlichen Seite des Jupiterschattens). Für einen guten Kontrast der Einzelheiten in der Jupiteratmosphäre und als Gegenmittel gegen das zunehmende Himmelsblau habe ich wieder einen Rotfilter vor meine DMK-Kamera gesetzt.

In einem Zeitraum von ca. 45 Minuten habe ich fünf Filmchen/Aufnahmen gemacht, die als Animation schön die Jupiterrotation und die Bewegung der Monde (und damit auch des Mondschattens) zeigen. Als die Sonne aufging, musste ich leider abbrechen, da dann der Kontrast doch erheblich schlechter wurde.


Martin Federspiel

Montag, 10. September 2012

Jupiter und Mond am Morgen des 9. September 2012

Beobachtungen vor Sonnenaufgang haben ihren besonderen Reiz. Wenn der Tagesanbruch wie jetzt im September immer später erfolgt, stehe ich gerne auch mal früh auf, um am Morgenhimmel zu beobachten. Jupiter steht bei Sonnenaufgang ja optimal hoch im Süden. Da die Luftruhe um die Zeit oft relativ gut ist, wird man mit einem detaillierten Anblick im Fernrohr belohnt. Am Sonntag morgen habe ich kurz entschlossen die DMK-Kamera ans 10"SCT-Teleskop gehängt. Mit Rotfilter kann man das Blau der Dämmerung ja relativ lange unterdrücken. Der Mond Europa hatte gerade seinen Durchgang vor der Jupiterscheibe begonnen und direkt "über" ihm erschien allmählich der Große Rote Fleck am Ostrand der Jupiterscheibe.  
Ganz in der Nähe des Jupiter stand der abnehmende Halbmond, von dem ich auch noch ein paar Aufnahmen gemacht habe (Avi-Filme mit DMK-Kamera, Bearbeitung mit AviStack). Im nördlichen Teil des Mondes fiel mir der große komplexe Krater Pythagoras mit seinem terrassierten Wall und mehrteiligem Zentralberg auf. Wegen seiner Randnähe ist er nur bei günstiger Libration einigermaßen gut zu sehen. In seiner Umgebung finden sich einige weitere größere Krater, die aber schon stärker erodiert sind.
Ein Hingucker ist immer wieder auch das Mare Imbrium mit seinen einzeln stehenden Bergen und der "Regenbogenbucht" Sinus Iridum:
Immer wieder fasziniert mich auch der relativ junge und ausgesprochen prächtige Krater Kopernikus und seine Umgebung. Oben rechts verschwindet gerade der auch eindrückliche und etwas ältere Krater Eratosthenes im Schatten.
Südlich von Kopernikus schließen sich die Krater Reinhold und Landsberg sowie das Fra-Mauro-Gebiet an. Dort finden sich einige lavaüberflutete und von kleineren Rillen durchzogene Krater. In der Nähe landeten die Apollo-Missionen 12 und 14.
Zum Schluss dann noch ein Blick auf die kraterübersäte Südhälfte des Mondes mit den großen Kratern Longomontanus (Mitte, exzentrischer Zentralberg), Clavius (unten rechts mit zahlreichen Innenkratern), Tycho (oben rechts, schon fast im Schatten verschwunden), Schiller (sehr länglich, Mitte links) und dem ebenfalls merkwürdig geformten Krater Hainzel.
Inzwischen war die Sonne schon aufgegangen und ich konnte nahtlos zur Sonnenbeobachtung wechseln.
Martin Federspiel





Mittwoch, 5. September 2012

Kalender 2013

Ab sofort erhältlich, auf der AME, auf den Sternfreundeabenden und auf Anfrage bei Achim Schaller (clearskies@sternfreunde-breisgau.de):


Kalender A3 quer, 13 Seiten mit Deckblatt. Preis 10,-€, für Mitglieder 8,-€

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Mittwoch, 15. August 2012

Messier 20 & Messier 8


Ebenfalls in der Nacht vom 15. auf den 16. Juni 2012 entstand diese Aufnahme von Messier 20, dem Trifidnebel und Messier 8, dem Lagunennebel.
EOS1000D (astromodifiziert)
300mm Teleobjektiv abgeblendet auf f/5.6
12x5min mit ISO800


Und hier noch eine Neubearbeitung mit veränderter Farbgebung: (April 2013)